Zum Namen
Name: 'Veilchenblau' bedeutet auf Deutsch „violettblau“ (Veilchen = Veilchen, blau = blau). Ein poetischer deutscher Name, der die einzigartige Farbe der Sorte genau beschreibt, die in den 1900er Jahren dem Blau am nächsten kam (echte blaue Rosen gab es damals nicht, und 'Veilchenblau' war die nächste Annäherung). Synonyme in anderen Ländern: 'Blue Rambler', 'Blue Rosalie', 'Bleu-Violet', 'Violet Blue'.
Züchtung: Gezüchtet von Hermann Kiese (Deutschland, derselbe Züchter wie 'Wartburg', 1910). Eingeführt 1909 über J.C. Schmidt (Erfurt, Deutschland); in Australien 1910. Abstammung: 'Crimson Rambler' (Turner, bis 1893) × 'Souvenir de Brod' / 'Erinnerung an Brod' (Geschwind 1884). Die Jahre 1906–1910 waren das goldene Zeitalter der deutschen Multiflora-Rambler: 'Tausendschön' (1906), 'Goldfinch' (1907), 'Veilchenblau' (1909), 'Wartburg' (1910).
Bedeutung: DIE BEKANNTESTE „VIOLETTE“ RAMBLER-ROSE DER 1900er JAHRE, der historische Maßstab für „Blau“ bei Rosen, bevor 'Reine des Violettes' in der Rambler-Klasse erschien. RHS Award of Garden Merit 1993. Ein einzigartiger dreiphasiger Farbwechsel: karminrote Knospe, dunkles Violett mit weißer Mitte und gelben Staubgefäßen, dann gräuliches Malvenrosa am Ende. Alle Phasen erscheinen gleichzeitig am Strauch. 117 Jahre in Kultur (1909–2026). Nahezu dornenlos, eine Seltenheit unter den Ramblern, und gefahrlos an Zäunen neben Wegen. Verträgt Halbschatten, eine Seltenheit unter den Ramblern und Rosen allgemein. USDA 4b: ganze Ukraine ohne Deckung. Ein einzigartiger Duft aus Apfel + Maiglöckchen, eine seltene Kombination. Hermann Kiese: derselbe Züchter wie 'Wartburg' (1910); die Ära der deutschen Rambler wurde durch das kreative Tandem Schmidt-Kiese geschaffen. Einmalblühend, typisch für Multiflora-Rambler jener Zeit.








