Zum Namen
Name: „Lichterloh“ – deutsches Adverb für „in hellen Flammen, hell brennend“. Ein rein beschreibender Name, der die Intensität der roten Blütenfarbe vermittelt. Für Tantau ungewöhnlich, denn die meisten Sorten tragen melodische Frauennamen (Landora, Anna Pavlova, Heidetraum). Hier ist es ein dramatisches, poetisches Beiwort.
Züchtung: Gezüchtet von Mathias Tantau jun. bei Rosen Tantau (Uetersen, Deutschland), 1955. Kein Patentcode eingetragen – die Sorte stammt aus der Zeit vor Tantaus heutigem Codesystem (TANxxx). Abstammung: Red Favorite (Tantau 1951) × New Dawn (Somerset Rose Nursery 1930) – eine Tochter der legendären „New Dawn“, der ersten patentierten Pflanze in den USA (US PP1, 1931). Über New Dawn trägt sie Blut von R. multiflora – daher ihr Platz unter den Hybrid-Moschusrosen.
Bedeutung: Eine der frühen roten Nachkriegssorten von Tantau in der Hybrid-Moschus-Gruppe, eine Übergangsform zwischen Strauchrosen und den Beetrosen der 1950er Jahre. Die 11. Hybrid-Moschusrose (Hybrid Musk) in unserem Katalog, neben Felicia (1928), Cornelia (1925), Buff Beauty (1939), Ballerina (1937), Danaë (1913), Heavenly Pink (Lens 1989), Bouquet Parfait (Lens 1989), Guirlande d'Amour (Lens 1993), Grand-Duc Jean (Lens 2010), Heimatmelodie (Tantau 2000) – die größte „wilde“ Familie im Katalog. Die ARS hat sie 2007 offiziell von Floribunda (Beetrose) zurück zu den Hybrid-Moschusrosen (Hybrid Musk) eingeordnet. Die ADR-Auszeichnung von 1957 wird oft genannt, ist aber in HMF nicht dokumentiert. Sie hat historischen Wert und ist heute in modernen Baumschulen selten zu finden.








